Sonntag, 6. Oktober 2013

*Rezension* Abaton - Vom Ende der Angst

Quelle: Mixtvision



Titel: Abaton, Vom Ende der Angst
Originaltitel: -
Trilogie (1/3)
Autor: Christian Jeltsch und Olaf Kraemer
Verlag: Mixtvision
Ausgabe: gebunden
Seitenzahl: 400
Erschienen: 01.10.2011
Preis: 16,90 € (D)
ISBN: 978-3-939435-38-9




Seit Linus, Edda und Simon im Untergrund von Berlin mysteriöse Graffiti entdeckt haben, taucht in ihrem Alltag eine andere Realität auf. Eine, von der die meisten nur ahnen, dass sie existiert. Eine, aus der es kein Zurück mehr gibt. Eine, die in tiefste Ängste führt. Und in der nichts ist, wie es scheint ...
Band 1 der ABATON-Trilogie

[Quelle: Mixtvision]

"Abaton" ist ein Buch, wie ich es bis jetzt noch nicht gelesen habe. Schon allein der Schreibstil des Autorenduos macht die Geschichte sehr außergewöhnlich. Ich weiß gar nicht genau wie ich ihn beschreiben soll - zum einen ist er zwar recht detailreich, aber dennoch nicht langatmig. Zum anderen sorgt die Erzählperspektive aus Sicht des allwissenden Erzählers dafür, dass man die Handlung eher von Außen betrachtet, anstatt mitten drin zu sein. Das ist normalerweise nicht so mein Fall, aber bei "Abaton" passt es einfach. Dadurch kann man die Handlung nämlich aus den unterschiedlichsten Perspektiven betrachten und das macht es wiederum sehr interessant. Für Spannung sorgen auch die vielen Zeitsprünge, die es besonders im ersten Teils des Buches gibt. Man hat praktisch mehrere Erzählebenen, welche immer wieder von einer anderen unterbrochen werden. Dadurch muss man einfach weiterlesen, um herauszufinden, wie die "Szenen" weiter gehen.

Die Charaktere stehen für mich zwischen Klischee und totaler Außergewöhnlichkeit. Da wären zum einen Linus, Simon und Edda, drei Jugendliche, die mit den selben Problemen zu kämpfen haben wie die meisten von uns: Familienprobleme, Probleme in der Schule, mit Freunden, die erste Liebe, Eifersucht, die Frage, wer man eigentlich selbst ist und ob man so gut genug ist, etc. Die drei haben ihre Ecken und Kanten und wirken dabei authentisch, so dass man sich mit ihnen identifizieren kann. Nur die Dreiecksgeschichte ist mir dann etwas zu sehr ins Klischee gerutscht.

Während man es auf den ersten Blick allerdings mit "normalen" Jugendlichen zu tun hat, zeigt sich, dass die drei auf ihre ganz eigene Weise besonders sind. So hat beispielsweise Linus ein sehr gutes Talent für Technik und nimmt seine Umgebung sehr aufmerksam wahr. Edda, Simon und Linus sind wie die meisten Jugendlichen innerlich recht verletzlich, haben allerdings auch besondere Fähigkeiten, mit denen sie es schaffen, nach außen stark zu sein. Für mich ist das eine gelungene Mischung. Zudem erkennt man anhand der drei, wie wichtig Freundschaft ist - zusammen sind sie nämlich ein klasse Team.

Da "Abaton" wie gesagt aus Sicht des allwissenden Erzählers geschrieben ist, lernt man neben den drei Protagonisten auch viele Nebenfiguren gut kennen. Diese sind ebenfalls sehr interessant und haben ihre ganz eigenen Schwächen und Stärken. 
Somit schafft die Erzählperspektive zum einen etwas Distanz, da man nicht wie mit einem Ich-Erzähler die Geschichte direkt miterlebt. Zum anderen bringt sie aber auch Nähe, da man die Möglichkeit hat, mehrere Charaktere besser kennenzulernen.

Die Geschichte beruht auf einer faszinierenden Idee, deren Umsetzung den beiden Autoren wirklich gut gelungen ist. Was in dieser Welt mit Technik alles möglich ist, ist einerseits total interessant, andererseits auch sehr erschreckend. Während man mit Simon, Linus und Edda durch Berlin und halb Deutschland reist, bleiben nur wenige Verschnaufpausen. Des Öfteren wurde ich dabei überrascht, denn was sich genau hinter dem mysteriösen Abaton verbirgt, ist ganz bestimmt nicht leicht zu erraten. 

Das zeigt sich besonders am Ende. Der Showdown kommt mit vielen unvorhersehbaren Wendungen daher und lässt allerhand Fragen offen. Zum Glück verschont uns das Autorenduo vor einem Cliffhänger, gespannt auf Band 2 ist man aber dennoch.

Bei der Gestaltung des Buches hat man sich ganz offensichtlich sehr viel Mühe gemacht. Das Cover schreit zwar nicht nach Aufmerksamkeit, ist mit der optischen Täuschung aber sehr besonders und auch passend zur Geschichte - denn getäuscht wird man dort mehr als einmal. Und auch im Buch findet man eine ganz besondere Gestaltung vor. Die Innenseiten sind mit Zeichen und Formatierungen ähnlich wie bei einem Skript am Computer bestückt und machen "Abaton" somit auch zu einer Augenweide.

Hinter den Buchdeckeln von "Abaton" erwartet uns ein spannender Jugenthriller mit faszinierenden Science-Fiction-Elementen. Eindeutige Leseempfehlung für alle, die es gerne spannend mögen. Ich bin jedenfalls schon riesig gespannt auf "Die Verlockung des Bösen".


Ein ganz großes Dankeschön an den Mixtvision Verlag für diesen spannenden Trilogieauftakt! 

Kommentare:

  1. Hey,
    tolle Rezi - wie immer ;)
    Das Buch klingt echt gut und es scheint doch mal was Anderes zu sein, wenn ich es schaffe werde ich es sicherlich auch noch lesen :)

    Was ich noch sagen wollte: Morgen werde ich auf jeden Fall den ganzen Tag auf der Buchmesse sein, wenn du dich also immer noch mit mir treffen möchtest, sag einfach bescheid, mich würde es sehr freuen :))

    Alles Liebe
    Lea <3

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    1. Ui danke :* Das Buch ist auf jeden Fall was anderes, wirklich super zur Abwechslung ;)

      Und die Buchmesse war echt toll, schön dass wir uns dann trotz Kerstin-Gier-Desaster noch gefunden haben :) Das können wir jeder Zeit wiederholen (also so ein Treffen, nicht das Scheitern an einer langen Schlange :p)

      Liebste Grüße,
      Filo ♥

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Alles Liebe,
Filo ♥